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Der Skandal rund um den LiborNews

Über Jahre hinweg soll der Wert des Referenzzinssatzes Libor von verschiedenen Großbanken manipuliert worden sein. Ein Skandal, der Experten wie Verbraucher erschüttert. Schließlich hat der Libor Auswirkungen auf eine Vielzahl an Finanzprodukten auf der ganzen Welt, von Derivaten über Hypotheken bis zu Studienkredite. Wie konnte es zu den Londoner Mauscheleien kommen?

Wie bereits in den ersten beiden Artikeln unserer Serie zu Libor und Euribor erläutert wurde, ist der Libor ein Mittelwert von Zinssätzen, die sich Banken im Geschäft untereinander gewähren. Die Banken melden diese Angebotszinsen an den Informationsdienstleister Thomson Reuters in London. Allerdings waren einige Großbanken bei ihren Angaben seit 2005 allem Anschein nach nicht korrekt. Sie haben niedrigere Zinsen gemeldet, als sie eigentlich veranschlagt hätten. Denn der Libor basiert nicht auf tatsächlich getätigten Geschäften. Die Verzerrung des Libor und anderer Zins-Indizes ließen die Öffentlichkeit über die wahren Anstrengungen der Banken mitten in der Krise im Dunkeln. Neben den Refinanzierungskosten sollen allerdings auch Handelsgewinne eingestrichen worden sein. Wenn man sich an das gestörte Vertrauen der Banken untereinander im Jahr 2008 erinnert, wird klar, wo die Vorteile eines niedrigen Libor lagen. Die Banken liehen sich untereinander kaum noch Geld und wenn, dann zu teuren Zinsen. Man wollte die Öffentlichkeit wohl mit einem künstlich niedrig gehaltenen Libor in Sicherheit wiegen. Man wollte nicht so hilfebedürftig erscheinen, dass man im Zweifelsfall verstaatlicht worden wäre. Und so kam es wohl zu Branchen internen Absprachen. Das erklärt allerdings nicht, warum solche Manipulationen allem Anschein nach bereits seit 2005 stattfinden.  

Die jetzt bekannt gewordenen Tatsachen sind das Resultat von Ermittlungen, die schon seit vielen in der EU, der Schweiz und den USA Monaten laufen. In den vergangenen Wochen kamen immer neue Details ans Licht. Nun gab es auch erste Konsequenzen. Der Chef der britischen Barclay-Bank Bob Diamond etwa musste im Zuge des Libor-Skandals bereits seinen Hut nehmen. Allerdings gibt er an, nichts davon gewusst zu haben, dass seine Mitarbeiter einen niedrigeren Zinssatz an Thomson Reuters berichteten als es der Realität entspricht. Auch der Verwaltungschef von Barclays musste bereits seinen Stuhl räumen.

Allerdings beschränkt sich die Beteiligung an der wissentlichen Beeinflussung des Libor nicht auf die Barclays Bank. Auch die UBS und die Deutsche Bank stehen im Verdacht, beteiligt gewesen zu sein. Insgesamt könnte ein gutes Dutzend Großbanken betroffen sein. Es gibt sogar Indizien, dass die britische Notenbank gewusst haben soll, dass sich mehrere Großbanken auf einen künstlich niedrigen Libor verständigt haben. Die Britische Notenbank hatte hier wohl das Image des Finanzstandortes London im Blick. Denn ein trotz Banken- und Wirtschaftskrise niedriger Libor ließ London als sicheres Pflaster erscheinen. Im Vergleich zu New York etwa schien London so solider dazustehen als es eigentlich der Fall war. Wem die Manipulationen genau geschadet haben ist noch nicht abzusehen. Eines ist jedoch klar: Ohne eine Manipulation des Libor, wäre es für etliche in London tätige Banken seit 2008 wesentlich teurer geworden, sich zu refinanzieren.

Ver�ffentlicht: 2012-07-25 | Aktuelles �bersicht

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